Musikverein Denzlingen e.V.

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Das Orchester unter den Linden

Serenaden-Konzert des Musikvereins Denzlingen am "Heimethues" mit Marschmusik und Rhythmen von Carlos Santana

Donnerstag, 17. Juli 2008 - Artikel in der Badischen Zeitung
Verfasser: Markus Zimmermann-Dürkop

DENZLINGEN. In der Generalprobe am Freitagabend waren die Musiker des Hauptorchesters des Musikvereins noch klatschnass in die "Vielharmonie" geflohen, doch zum dritten Serenadenkonzert am "Heimethues" meinte es der Wettergott gut mit den Musikern und den Freunden der überwiegend traditionellen Blasmusik. Trocken, zumindest äußerlich, konnten sie ein durchaus abwechslungsreiches Programm genießen.

Einen festen Stamm an Zuhörern hat mittlerweile das Serenadenkonzert des Musikvereins. Nicht zuletzt deshalb, weil das Orchester die leicht Atmosphäre eines Sommerabends am "Heimethues" auch gut versteht, in Töne umzumünzen. So gelang ein sehr beschwingter Auftakt mit dem sehr dynamischen Marsch "Arsenal" , der trotz seinem zackigen Charakter mehr unternehmungs- als kampfeslustig klang.

Beschwingt setzte sich das Programm mit zwei Tänzen fort und spannte dabei eine weiten Bogen der europäischen Musik. Vom ungarischen Csardas bis zum andalusischen Pasodoble. Sechs Werke im Mittelteil widmete das Orchester dann verstärkt der traditionellen Blasmusik. Marsch und Polka wechselten im flotten Rhythmus, wobei sich die Musiker nicht nur als Instrumentalisten präsentierten. Bei der Polka "Ein neuer Tag" von Vladimir Fuka zeigten sie durchaus auch chorische Qualitäten und überraschten mit Gesangseinlagen aus vielen Kehlen.

Das Finale gehörte dann wieder der moderneren Musikliteratur. Sowohl das Medley mit Stücken von Bryan Adams, als auch das mit Hits des Stargitarristen Santana, zeigte ein sehr großes Einfühlungsvermögen. Wobei die originalfremde Übernahme der solistischen Partien durch Saxofone und andere Instrumente sehr gelungen und reizvoll erklang. Zum Abschluss dann die Hymne aller Freunde der Musik, eben "Music" von John Miles.

So präsentierte sich das Orchester im Schatten der Linden hinterm "Heimethues" letztlich trotz der starken Orientierung an den traditionelleren Klangbildern als sehr vielseitig, was sich auch in den Zugaben widerspiegelte. Einem Marsch folgte die sehr romantische, melodiöse und freundlich klingende Liebeserklärung an "Claudia" — die Frau des Dirigenten und alle Claudias dieser Welt.