Musik als Zeichens des Friedens

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Riesenbeifall für das MVD-Kirchenkonzert mit rund 50 Musikern und Gesangssolisten

Donnerstag, 28. April 2016 - Artikel im "Von Haus zu Haus" - Helmut Gall

Denzlingen(hg). Zum zweiten Mal binnen einer Woche war die St.-Jakobus-Kirche Ort eines großartigen musikalischen Erlebnisses für zahlreiche Zuhörer. Nach dem Gemischten Chor der Concordia war es diesmal der Musikverein, der zu einem beeindruckenden Kirchenkonzert einlud und dabei zu Recht Riesenbeifall für seine reife musikalische Leistung unter der Leitung von Harald Aigeldinger erntete.

Das Orchester des Musikvereins Denzlingen in der St.-Jakobus-Kirche (Helmut Gall)

Mit Beifall gefeiert wurde auch die Gesangssolistin Lara Grafmüller, die im Orchester auch Saxofon spielt, ferner die Sopranistin Eva Höfflin-Grether mit ihrem Mann Sascha Grether, Klaus Bechtold für sein ausgezeichnetes Trompeten-Solo und nicht zuletzt Pfarrer Hans-Günter Hartwig, der ein Memnto von Mascha Kaléko vortrug. Pfarrer Hermann Vogt begrüßte als Hausherr eingangs alle Musiker und Besucher, die sich im Rahmen eines Kirchenkonzertes für das zentrale Thema des Friedens engagierten.

Fritz Dorsch hieß als Vorsitzender des Musikvereins alle Besucher willkommen und bat gleichzeitig um eine Spende, da man bei freiem Eintritt zum Kirchenkonzert eingeladen hatte. Dorsch würdigte die Arbeit von Kulturpreisträger Harald Aigeldinger, der es wieder geschafft habe, als Dirigent in nur knapp drei Monaten ein umfangreises und anspruchsvolles Konzert einzustudieren. Als Vereinsvorsitzender dankte er allen Musikern, die wieder einige Extraproben und Proben-Samstage für das Konzert auf sich nehmen mussten, um dieses Konzert in dieser Güte abzuliefern. "Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang. Nur vor dem Tode derer, die mir nahe sind. Wie soll ich da leben, wenn sie nicht mehr da sind?", zitierte Pfarrer Hartwig aus besagtem "Memento". Das schönste Gotteslob sei die Musik und "Gesungen ist doppelt gebetet", nannte Fritz Dorsch als Motto der nachfolgend vorgetragenen, zum Teil sehr ergreifenden Melodien. Gesangsdarbietungen waren im Kirchenkonzert dieses Jahres ebenfalls zu hören, und zwar zunächst durch die aktive Musikerin Lara Grafmüller mit dem Stück "Gabriella's Song" aus dem berühmten Film "Wie im Hillem", komponiert von Daniel Daréus. Zuvor erntete Solist Klaus Bechtold großen Beifall für seinen Part an der Trompete bei "Share my Yoke" ("Teile mein Leid") von Joy Webb. Neben einigen anderen bestens ausgewählten Instrumentalstücken hörten die Besucher als Hauptwerk des diesjährigen Kirchenkonzertes die Komposition "Et in Terra Pax - Und Frieden auf Erden" des belgischen Komponisten Jan Van der Roost, ein nachdrücklüches Plädoyer für den Frieden.

Die Solisten beim Kirchenkonzert 2016 (von links): Sascha Grether, Hans-Günter Hartwig, Eva Höfflin-Grether, Harald Aigeldinger, Lara Grafmüller, Fritz Dorsch und Klaus BechtoldBeim abschließenden "Halleluja" von Leonard Cohen fanden die beiden Gesangssolisgten, Eva Höfflin-Grether mit ihrem Mann Sascha Grether, offene Ohren für ihren ausgezeichneten Vortrag. Nachdem der letzte offizielle Vortrag und auch eine passende Zugabe verklungen waren, wollte der Beifall nicht enden.

Nicht wenige folgten schließlich auch der Einaldung, noch eine Weile im Gemeindesaal unter der Kirche zu verbringen, wo man eine Kleinigkeit aus Küche und Keller vorbereitet hatte.